statement
ENGLISH BELOW
🇩🇪DE:
In den vergangenen Tagen ist ein Dokument mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen Hole In The Svn, gegen unser Team sowie gegen Personen aus dem Umfeld des Festivals im Internet kursiert und wurde uns privat weitergeleitet. Weite Teile dieses Dokuments sind anonym, spekulativ und als angebliche „Recherche“ dargestellt.
Aufgrund der Schwere der Vorwürfe und der Tatsache, dass reale Personen öffentlich angegriffen und falsch dargestellt werden, haben wir uns entschieden, diese Angelegenheit klar und öffentlich zu adressieren.
Was folgt ist unsere offizielle Stellungnahme. Sie wird unsere einzige Reaktion zu diesem Thema sein.
Wir bitten darum, sie vollständig zu lesen, bevor Meinungen gebildet, Annahmen weiterverbreitet oder unbelegte Behauptungen verstärkt werden.
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Hole In The Svn hat niemals NSBM oder irgendeine andere Form politisch motivierter extremistischer Ideologie unterstützt und wird dies auch niemals tun. Allein diese Unterstellung ist absurd und zeugt entweder von einem völligen Unverständnis dessen, wofür wir und unser Festival stehen, oder von dem bewussten Versuch der Diffamierung. Wir stehen für künstlerische Freiheit und distanzieren uns ausdrücklich von jeder politischen, insbesondere rechtsextremen Ausrichtung. Politik hat bei uns keinen Platz, und der Versuch, ideologische Narrative auf das Festival zu projizieren, wird entschieden zurückgewiesen.
Der Teamleiter unseres Festivals ist in Israel geboren und lebt in Kassel. Seinen Namen mit rechtsextremistischer oder gar neonazistischer Ideologie in Verbindung zu bringen, ist nicht nur lächerlich, sondern auch zutiefst beleidigend. Seine persönliche Haltung gegenüber internationalen Konfliktlagen spielt weder für die Ausrichtung unseres Festivals eine Rolle, noch spiegelt sie die Meinungsvielfalt innerhalb unseres Festivalteams wider.
M. S. [Klarname wurde im hier addressierten Statement genannt, wir verzichten an dieser Stelle und im Weiteren zum Schutz der betreffenden Personen auf eine vollständige Nennung] ist eine persönliche Freundin von einzelnen Mitgliedern des Festivalteams und hat über Jahre hinweg eine Punkrock-Bar betrieben. Sie ist politisch aktiv und engagiert sich unter anderem für progressive Anliegen und die Unterstützung von LGBTQ+-Personen und Menschen mit Behinderung. Ihr in diesem Zusammenhang eine Nähe zu rechtem Extremismus zu unterstellen, ist eine grobe Verdrehung der Realität und ein Affront gegenüber ihrer langjährigen Arbeit und ihren politischen Überzeugungen.
M. H. [...] hat die erste Ausgabe des Festivals im Bereich Sicherheit unterstützt und ist seitdem nicht mehr im Rahmen unserer Veranstaltungen in Erscheinung getreten. Bis heute erreichten uns keinerlei konkrete, überprüfbare Beweise für die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Wir sind offen für Fakten und belastbare Nachweise. Gerüchte, anonyme Behauptungen und ideologische Narrative erfüllen diesen Anspruch nicht. Wir weisen die implizite Anschuldigung einer bewussten Inkaufnahme rechtsextremer Gesinnungen bei Teammitgliedern zurück.
Zum nachvollziehbaren, aber im Falle des von uns adressierten Schreibens vorgeblichen Anliegen, aus antifaschistischer Perspektive auf rechtsextreme bzw. neonazistische Strukturen aufmerksam zu machen sei in aller Allgemeinheit gesagt: Es ist erschreckend einfach geworden, den Begriff „Nazi“ leichtfertig zu benutzen und dabei seine historische Tragweite und Bedeutung in Gänze zu verkennen. Wenn der implizierte Vorwurf des (Neo-)Nazitums als pauschale Waffe in persönlichen oder ideologischen Konflikten eingesetzt wird, verliert er jede Ernsthaftigkeit und wird beliebig. Diese Art von verantwortungsloser Sprache bekämpft keinen Extremismus. Sie trivialisiert ihn, vergiftet den öffentlichen Diskurs und beraubt diesen damit der Möglichkeit einer effektiven Identifizierung und Anprangerung tatsächlicher rechtsextremer Akteure.
Die aktuell verbreiteten Vorwürfe stammen von ehemaligen Personen aus dem Umfeld von Hole In The Svn und sind von persönlicher Verbitterung statt von Wahrheit motiviert. Die aufgestellten Behauptungen sind haltlos, diffamierend und schädlich.
Wir von Hole In The Svn lehnen Einschüchterungen, anonyme Schmierkampagnen und haltlose Schuldzuweisungen entschieden ab. Wir stehen zu unseren Prinzipien, unserem Team und unserer Community.
Haltlose und verleumderische Behauptungen werden über die entsprechenden rechtlichen Wege verfolgt.
Wir sehen uns bei Hole In The Svn 2026!
🇬🇧EN:
In recent days, a document containing serious allegations against Hole In The Svn, our team, and individuals associated with the festival has been circulating online and was privately forwarded to us. Large parts of this document are anonymous, speculative, and presented as so-called “research.”
Due to the gravity of the allegations and the fact that real people are being publicly targeted and misrepresented, we have decided to address this matter clearly and publicly.
What follows is our official statement. It will be our only response on this matter.
We ask that you read it in full before forming opinions, spreading assumptions, or amplifying unsubstantiated claims.
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Hole In The Svn has never supported NSBM or any other form of politically motivated extremist ideology, and we never will. The mere accusation is absurd and either demonstrates a complete misunderstanding of what we and our festival stand for, or represents a deliberate attempt at defamation. We stand for artistic freedom and explicitly distance ourselves from any political, particularly far-right, orientation. Politics have no place with us, and any attempt to project ideological narratives onto the festival is firmly rejected.
The team leader of our festival was born in Israel and lives in Kassel. Associating his name with far-right or even neo-Nazi ideology is not only ridiculous but also deeply offensive. His personal views on international conflicts play no role in the orientation of our festival, nor do they reflect the diversity of opinions within our festival team.
M. S. [full name was mentioned in the statement addressed here; we are omitting it here and below to protect the individuals involved] is a personal friend of certain members of the festival team and ran a punk rock bar for many years. She is politically active and engages, among other things, in progressive causes and the support of LGBTQ+ individuals and people with disabilities. To suggest any proximity to right-wing extremism in this context is a gross distortion of reality and an affront to her long-standing work and political convictions.
M. H. [...] supported the first edition of the festival in the area of security and has not been involved in our events since. To date, we have received no concrete, verifiable evidence for the allegations made against him. We are open to facts and reliable proof. Rumors, anonymous claims, and ideological narratives do not meet this standard. We reject the implicit accusation of deliberate tolerance of far-right sentiments among team members.
Regarding the understandable—but in the case of the letter addressed to us, purportedly motivated—concern to raise awareness of far-right or neo-Nazi structures from an anti-fascist perspective, it should be stated in general terms: It has become alarmingly easy to use the term “Nazi” carelessly, while completely disregarding its historical significance and weight. When the implied accusation of (neo-)Nazism is used as a blanket weapon in personal or ideological conflicts, it loses all seriousness and becomes arbitrary. This kind of irresponsible language does not combat extremism. It trivializes it, poisons public discourse, and deprives it of the ability to effectively identify and denounce actual far-right figures.
The currently circulating allegations come from former individuals associated with Hole In The Svn and are motivated by personal bitterness rather than truth. The claims made are baseless, defamatory, and harmful.
At Hole In The Svn, we firmly reject intimidation, anonymous smear campaigns, and baseless accusations. We stand by our principles, our team, and our community.
Baseless and slanderous claims will be pursued through the appropriate legal channels.
See you at Hole In The Svn 2026!